Wohnen am Simons´schen Park Neumünster 2006 – 2009

Wohnen am Simons´schen Park I Neumünster I Deutschland I 2009
Lageplan gesamt 1. und 2. Bauabschnitt

Text
Wohnen am Simons´schen Park, Neumünster

Bauherr: WOBAU Neumünster
Ort: Schützenstrasse / Gartenallee / Falladastrasse Neumünster
Leistungsphasen: Städtebaulicher Entwurf, Hochbau: LPH 1 – 7 HOAI
Landschaftsarchitekt: Brien, Wessels, Werning, Lübeck
Tragwerksplanung: Ing. Büro Horn & Horn, Neumünster
Generalunternehmer: Züblin AG, Hamburg
Realisierung: 1.Bauabschnitt Dez.2006 – März 2008
2.Bauabschnitt Jan.2009 – Okt.2009
Wohnungen: 24 Eigentumswohnungen, 48 Mietwohnungen

Städtebau

Das Grundstück liegt direkt am Simons´schen Park in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt.  Ziel war es, ein Wohnquartier mit eigener Prägung zu schaffen, indem die Lagequalitäten genutzt und städtebaulich umgesetzt werden.  Die angrenzenden historischen Gebäude der Schule und der Papierfabrik auf der Nordostseite und die Wohnungsneubauten auf der Nordwestseite flankieren das Gelände und werden auf unterschiedliche Weise angebunden, so dass das neue Wohnquartier sich mit qualitätvollen Außenräumen in die Umgebung einfügt. Eine besondere Atmosphäre schafft der „Falladaplatz“, der als kleinmaßstäbliche Platzfläche das neue Quartier mit der angrenzenden Außenfläche des Lokals und der Schule verknüpft. Von hier aus ergeben sich Blickbeziehungen zum Simons´schen Park und in den Innenbereich des Quartiers.  Die Baukörper sind so auf dem Grundstück angeordnet, dass ausschließlich vorhandene Erschließungsstraßen genutzt werden und der Innenbereich des Quartiers frei von Fahrverkehr und Stellplätzen bleibt und somit eine hohe Aufenthaltsqualität für die Bewohner bekommt.  Die im Nordwesten vorhandene Wasserfläche wird im Innenbereich des neuen Quartiers in Form einer schmalen, lang gestreckten Wasserfläche fortgeführt und verleiht dem Quartier das Attribut nicht nur „Wohnen am Park“, sondern auch „Wohnen am Wasser“.  Bei der Gebäudestellung hat die Ausrichtung der Wohnungsterrassen nach Südost bzw. Südwest Priorität.  Die vier Gebäude entlang der Schützenstrasse sind als unterschiedlich lange Riegel konzipiert und stehen mit ihrer Stirnseite zur Strasse. Sie sind durch eine geschosshohe Mauer entlang der Strasse miteinander verbunden, in der sich Tordurchfahrten zum Innenhof für die Stellplätze der hier angrenzenden Wohnungen befinden. Die Mauer dient als Lärmschutz zu der viel befahrenen Schützenstrasse und fasst den Innenbereich des Quartiers ein.

Die Stellplätze der Wohnungen sind alle ebenerdig in Carports oder offen untergebracht.  Alle Wohnungen sind barrierefrei erreichbar.  Die Bebauung entlang der Schützenstraße enthält Mietwohnungen, die Bebauung entlang der Falladastrasse enthält hochwertige Eigentumswohnungen.

Architektur

Die beiden Baubereiche sollen in ihrem Erscheinungsbild ähnlich sein, um die Einheitlichkeit des Quartiers zu stärken.  Alle Gebäude haben ein flaches Dach, die Fassaden der Hauptbaukörper bestehen aus Wärme-dämmverbundsystem mit hellem Mineralfarbanstrich, Erker und Staffelgeschosse der Eigentums-wohnungen sind mit horizontalen Holzleisten aus kanadischer Rotzeder verkleidet, die der Mietwohnungen mit anthrazitfarbenem Aussenputz.