Kieler Süden 2017

KS Lageplan Ausschnitt
KS Lageplan Ausschnitt

Kooperatives Gutachterverfahren „Kieler Süden“ 2017

Verfahren:
5 eingeladene Teams aus Stadt- und Landschaftsplanern,
zweiphasig mit einer öffentlichen Zwischenpräsentation, auf der mit den Bürgern über die Entwürfe diskutiert wurde und einer öffentlichen Abschlusspräsentation

Ergebnis:
unsere Arbeit wurde nach dem 2. Rundgang, vor Vergabe eines 1. und eines 2. Ranges, ausgeschieden

Aufgabe:
städtebaulich-landschaftsplanerisches Konzept für die sukzessive Bebauung einer 96 ha großen, derzeit noch landwirtschaftlich genutzten Fläche,
mit ca. 1.600 WE in Form von 45% Eigenheim (EFH, DH, RH) und 55 % MFH,
5 Kindergärten und einer 3-zügigen Grundschule mit Sporthalle sowie Gemeinschaftshaus, zwei Sportplätzen und Jugendeinrichtungen

Text
Kooperatives Gutachterverfahren „Kieler Süden“ 2017

Aus dem Preisgerichtsprotokoll:
„Konzeptionell wird der neue Siedlungsbereich durch das Büro Zastrow und Zastrow in drei klar ablesbare Quartiere gegliedert. Die beiden Quartiere im Gebiet Ost werden über ein zentrales, in Nord-Süd-Richtung verlaufendes grünes Band vernetzt, das am höchstgelegenen Punkt in einen zentralen Anger mündet. Hier konzentrieren sich zentrale Nutzungen. Die Nähe der Frei- sportanlagen zur geplanten Grundschule – als Teil des grünen Bandes – ist für die angrenzen- den Quartiere gut gelöst.
Die Quartiere werden ringförmig über Sammelstraßen erschlossen, deren organisch geschwungene Führung den jeweils angrenzenden Siedlungsbereichen eine individuelle Adresse verleiht. Abzweigend werden fingerförmig einzelne Nachbarschaften angebunden. Die Qualität der Nachbarschaften definiert sich über ruhige Hofsituationen. Da der ruhende Verkehr an den Eingängen in Sammelstellplatzanlagen gebündelt wird, geht die städtebauliche Fassung der Sammelstraßen jedoch in vielen Bereichen verloren.
Der Siedlungsbereich Ost wird im Norden durch einen neuen Waldgürtel im Auenbereich des Solldieksbachs begrenzt. Hierdurch wird der Blick auf die abwechslungsreiche, hügelige Land- schaft Meimersdorfs verstellt.
Die Feinerschließung, die vornehmlich über private Stichwege/ -plätze organisiert ist, verringert die Flexibilität in der Vermarktung der Einfamilienhausquartiere. Mit der Idee Kettenhäuser zu entwickeln wird ein wertvoller Beitrag zum flächensparenden Bauen geleistet. Der Umfang dieses Angebotes wird jedoch kritisch gesehen.
Insgesamt besticht der Entwurf durch eine liebevolle Sammlung kleinteiliger Ideen, die jedoch in der Zusammenschau nicht überzeugen.“