Servicehaus Sportpark Kiel Gaarden 2010 – 2014

Servicehaus Sportpark Kiel Gaarden 2010 – 2014
Blick von unten Seite

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Servicehaus Sportpark Gaarden

Bauherr: Landeshauptstadt Kiel, Rathaus, Fleethörn 9, 24103 Kiel
Ort: Sport- und Begegnungspark Kiel-Gaarden
Leistungsphasen: 1 – 9 HOAI
Landschaftsarchitekt: Kessler. Krämer Landschaftsarchitekten, Flensburg
Tragwerksplanung: Ingenieurbüro Dierk Hildebrandt, Schönkirchen
Planung: 2010 / 2011 / 2012
Baubeginn: Frühjahr 2012
Eröffnung: Sommer 2014

Der Sport- und Begegnungspark

Der Sport- und Begegnungspark Gaarden wird das verbindende Element zwischen Gaarden und Ellerbek, und sorgt so für engere und neue Beziehungen auf dem Ostufer. Sport und Begegnung wirken über den Park hinaus, wenn dieser sich in und für die Stadt öffnet. Damit birgt der Sport- und Begegnungspark ein erhebliches Aufwertungspotenzial für die angrenzenden Stadtquartiere.

Der Park soll ein Ort sein, an dem die Bewohner/innen des Stadtteils Gaarden in ihrer ganzen Buntheit und Vielfalt miteinander in Kontakt kommen: Jung und Alt, Einzelne, Gruppen oder Familien, Alteingesessene wie Zugewanderte, Männer und Frauen, aktiv Sportbegeisterte ebenso wie nicht (mehr) sportlich Aktive.  Der Sport dient als Mittel zum Zweck der Begegnung; daher wird der Begriff „Sport“ weit gefasst: Niedrigschwellige, spielerische Sportmöglichkeiten mit geringer Intensität gehören genauso dazu wie alternative, szene- und trendorientierte Sportarten und wie Angebote für gesundheits- und leistungsorientierte Sporttreibende.  Der Park ist eine natürliche Landschaft, geprägt durch ein Tal, Buchen- und Hangwälder und die ebenen Flächen verschieden großer Sportplätze.

Das Servicehaus

Das Servicehaus ist an zentraler Stelle im öffentlichen Parkbereich platziert und für die Besucher des Jugendparks, des Hangparks und der Sportfelder auf kurzem Wege erreichbar. In Verbindung mit dem Servicehaus soll das nördliche Vorfeld der angrenzenden Coventryhalle attraktiver gestaltet und auch der Hangbereich zum Jugendpark optisch geöffnet werden.  Das Servicehaus ist in den Hang gebaut, der einen Höhenunterschied von 3,30m aufweist. Es ist in zwei Bauteile gegliedert, die sich gegen einander verschieben. Das Dach des oberen Bauteils ist als Rampe für Skater ausgebildet. Die sich durch die Verschiebung der Bauteile ergebende Dachfläche des unteren Bauteils wird als Terrasse genutzt. Von beiden Dachbereichen aus ergeben sich Ausblicke auf den darunter gelegenen Parkbereich. Jede Ebene hat einen eigenen Eingang.

Das Servicehaus wird als zentrales Gebäude im Park mehrere Funktionen übernehmen:

im oberen Bauteil:

  • Büro der Koordinatorin des Sport- und Begegnungsparks
  • Jugendraum
  • WCs
  • Lager für kleine Spielgeräte

im unteren Bauteil:

  • Ausleihe und Lager für große Sportgeräte
  • Café mit Aussenterrasse
  • WCs, Duschen und Umkleideräume

Die Aussenwände des unteren Bauteils werden in Sichtbeton ausgeführt. Der obere Bauteil wird mit Cortenstahlplatten verkleidet. Die Stahl-Fachwerkkonstruktion des oberen Bauteils ist innen sichtbar. So bekommt das Gebäude die robuste Ausstrahlung eines begehbaren Naturbauwerks.