KITA Schwentinental 2011 – 2013

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Neubau Kita Schwentinental, Ortsteil Raisdorf

Bauherr: Stadt Schwentinental
Ansprechpartner: Herr Einfeldt, T.: 04307 / 811116
Träger: DRK Ortsverein Raisdorf e.V.
Ort: Schulzentrum Ortsteil Raisdorf, Zum See 11
Leistungsphasen: 1 – 9 HOAI
Landschaftsarchitekt: Brien. Wessels. Werning GmbH, Lübeck
Bauleitung: Knabe + Horn GbR, Lübeck
Tragwerksplanung:Ingenieurteam Trebes GmbH & Co. KG, Kiel

Planung: 2011
Baubeginn: Sommer 2012
Eröffnung: Herbst 2013

Tag der Architektur 2014: 14. + 15. Juni 2014

Städtebau

Die städtebauliche Struktur des Schulzentrums Schwentinental im Ortsteil Raisdorf ist geprägt durch eine Vielzahl von ein- bis dreigeschossigen Rechteckgebäuden, die in einer orthogonalen Struktur mit kleineren und größeren Höfen angeordnet sind. Es ist eine im Laufe der Jahre gewachsene Struktur, wobei der Bedarf an Schulgebäuden und Schularten der Entwicklung der „Gemeinde Raisdorf“ zur „Stadt Schwentinental“ Rechnung trägt. Das Schulzentrum umfasst heute eine Grundschule und eine Gemeinschaftsschule, ausserdem eine Volkshochschule. Der Neubau der DRK-Kita am südöstlichen Rand des Schulzentrums bildet nicht nur den städtebaulichen Abschluss des Schulareals, sondern rundet auch das Angebot für Bildung und Betreuung der Kinder jeder Altersstufe an diesem einen Ort ab.

Die Idee des Gebäudes der Kita orientiert sich einerseits an dem Bedürfnis, eine für Kleinkinder geborgene Atmosphäre zu schaffen und andererseits den Schulbetrieb nicht durch den Lärm spielender Kleinkinder zu stören. So entsteht ein eingeschossiges Gebäude, das einen Spielhof umschließt, der sich, abgewandt vom Schulzentrum, zur Landschaft nach Osten öffnet. Die Aussenwände zur Hofseite brechen die Orthogonalstruktur auf und bilden so anschmiegsame Raumkanten. Das Dach ist bespielbar und über eine seichte Rampe vom Innenhof aus zu begehen. Eine Mensa befindet sich am nördlichen Rand der Kita und leitet über zur Gemeinschaftsschule, von deren Schülern sie mit benutzt werden soll. Die Gemeinschaftsschule wird dann zur Ganztagsschule weiter entwickelt.

Raumprogramm und -struktur

Die Kita umfasst ein Angebot für drei Krippengruppen, vier Elementargruppen, drei Hortgruppen, Bewegungsraum und Mensa. Krippen- und Elementargruppen orientieren sich zum Innenhof, während die Horträume in der Nähe zur Gemeinschaftsschule angeordnet sind. Eine Mitbenutzung der Schulklassen für die Nachmittagsbetreuung der Schulkinder erübrigt den Neubau von zwei Hortgruppenräumen. Die Flurflächen werden durch Aufweitungen, Erker und die z.T. schräg verlaufenden Innenwände zu Erlebnisräumen für die Kinder. Zusammen mit dem Innenhof und dem bespielbaren Dach wird das Gebäude als „Landschaft“ erlebbar. Insgesamt werden ca. 280 Kinder betreut werden können.

Architektur und Materialien

Um den Charakter der eigenständigen, kleinen Welt zu unterstreichen, werden die schützenden Aussenwände bis zur Brüstungshöhe über der Dachfläche hochgeführt. Sie werden mit Ziegelmauerwerk verblendet. Die Aussenwände zum Innenhof hingegen werden in leichten Glas- und Holzkonstruktionen ausgeführt. Der nicht begehbare Teil des flachen Daches wird extensiv begrünt. Zusammen mit den nahe dem Gebäude angepflanzten Bäumen, deren Kronen für die Kinder auf dem Dach direkt erlebbar sein werden, wird auch die Dachfläche den Charakter einer Landschaft bekommen.